Der vermeintlich günstigste Tarif muss langfristig nicht automatisch der Beste sein. Zahlreiche Billigstromanbieter locken potenzielle Kunden mit besonders günstigen Gewerbestrompreisen. Auf der Suche nach dem richtigen Gewerbestromtarif arbeiten mittlerweile längst auch B2B-Kunden mit einem . Dadurch erhoffen sich die Gewerbe- und Industriekunden, einen möglichst günstigen Tarif zu sichern. Entscheidend ist es allerdings, den Billigstromanbieter vor dem Wechsel ausgiebig zu prüfen. Um eventuellen Risiken vorzubeugen, sind einige Vorkehrungen zu beachten, die eine langfristig lohnenswerte Auswahl des Gewerbestromanbieters ermöglichen.

Die Tricks unseriöser Anbieter durchschauen

Immer mehr Unternehmen greifen auf einen Stromvergleich Gewerbe im Internet zurück. Daher überrascht es kaum, dass mit der steigenden Beliebtheit und Verbreitung solcher Vergleichsmechanismen, auch die Anzahl unseriöser steigt. Die Vorgehensweise solcher Anbieter ist meist relativ ähnlich. Der Fokus liegt hierbei auf der Preiskommunikation – mit möglichst kostengünstigen Angebotspreisen lenken sie die Aufmerksamkeit potenzieller Neukunden auf ihre Gewerbestromtarife.

Was auf den ersten Blick ein lukrativer Spartarif scheint, kann sich im Nachhinein als Kostenfalle entpuppen. Doch mit welchem Tricks arbeiten die Billigstromanbieter, um sich bei Neukunden besonders kostengünstig zu positionieren? Häufig werden direkt zu Beginn hohe Bonus- und Prämienzahlungen versprochen, die im weiteren Verlauf des abgeschlossenen Gewerbestromtarifs nicht ausbezahlt werden. Ist dann erst einmal die Mindestvertragslaufzeit des Gewerbestromvertrags überschritten, können die Preise schlagartig in die Höhe schießen.

Wie riskant ist ein Stromvergleich Gewerbe?

Natürlich kann man einen Stromvergleich Gewerbe per sé nicht als unverhältnismäßig riskant bezeichnen. Trotzdem besteht ein gewisses Restrisiko, das mit einer ausgiebigen Prüfung des jeweiligen Gewerbestromanbieters minimiert werden kann.

Daher ist es von eminenter Wichtigkeit, den Verbraucher über mögliche Risiken zu informieren und dabei die strategische Vorgehensweise von unseriösen Gewerbestromanbietern zu erläutern. Wie bereits erwähnt, arbeiten derartige Anbieter mit auffallend hohen „Bonusgarantien“. Wenn gleichzeitig die Einkaufspreise für Gewerbestrom am Markt steigen, reagieren diese jedoch mit extremen Preiserhöhungen, um gesund wirtschaften zu können. Leider ist es keine Seltenheit, dass Anbieter mit der eben beschriebenen Praktik scheitern und sogar Insolvenz anmelden müssen.

Doch was geschieht im Falle der Insolvenz eines Gewerbestromanbieters? Die Konsequenzen müssen in den meisten Fällen vom Gewerbestromkunden mitgetragen werden. Die versprochenen Bonuszahlungen können beispielsweise nicht mehr ausgezahlt werden oder auch ein Guthaben aus höheren Abschlagszahlungen findet plötzlich keine Berücksichtigung mehr. Hinzu kommt, dass der Kunde im Falle einer Insolvenz höchstwahrscheinlich auf eine sehr teure Ersatzversorgung zurückgreifen muss.

Wie man beim Stromvergleich Gewerbe die unseriösen Anbieter herausfiltert

Zugegeben – der Gewerbestromanbietermarkt ist unübersichtlich und heutzutage tummeln sich unzählige fragliche Anbieter auf den Online Marktplätzen. Das macht eine Filterung nach Seriosität des jeweiligen Gewerbestromanbieters umso schwerer.

Nichtsdestotrotz gibt es einige Indizien, bei denen als Verbraucher Vorsicht geboten ist. Insbesondere bei der Forderung von Vorauszahlungen und dem Angebot von Preispaketen sollten beim nachfragenden Unternehmen alle Alarmglocken läuten. Bei im Voraus fälligen Zahlungen besteht beispielsweise das Risiko, dass die entstandenen Kosten in einem Insolvenzfall des jeweiligen Gewerbestromanbieters nicht zurückerstattet werden.

Auch bei Preispaketen ist Vorsicht geboten. Solche Tarife basieren meist auf einem fixen Monatspreis, der für eine vorher bestimmte Strommenge definiert ist. Sollte der Gewerbestromverbrauch allerdings höher sein als die im Preispaket definierten Kilowattstunden, können die Kosten schnell ansteigen. Diese irreführenden Praktiken haben bereits zu zahlreichen Kundenbeschwerden geführt, weshalb deutsche Verbraucherzentralen negativ auffallende Strom- und Gasanbieter abmahnen. Eine ausgiebige Prüfung der günstigen Lockangebote sollte man beim Stromvergleich demnach unbedingt einplanen, um als Unternehmen nicht in die Kostenfalle zu tappen.